Leibniz-Preisträger Klaus Blaum zu Besuch im Rathaus
Großer Besuch im Rathaus: Mit Klaus Blaum konnte die Bürgermeisterin einen der renommiertesten Wissenschaftler Deutschlands begrüßen. Der Physiker wurde am 18. März 2026 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet – der bedeutendsten Auszeichnung für Forschung in Deutschland.
Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der Deutsche Forschungsgemeinschaft verliehen und gilt als wichtigster Forschungsförderpreis des Landes. Er ist mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotiert und gibt den Preisträgerinnen und Preisträgern die Möglichkeit, ihre Forschung über mehrere Jahre hinweg frei und unbürokratisch weiterzuentwickeln.
Aus insgesamt 144 Vorschlägen wurden im Jahr 2026 zehn herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgewählt, die in unterschiedlichen Disziplinen tätig sind – von den Naturwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften.
Mit Klaus Blaum wurde ein Experte der experimentellen Physik geehrt, der am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg forscht. Seine Arbeiten zeichnen sich insbesondere durch höchste Präzision aus: Blaum untersucht grundlegende Naturkonstanten sowie die Eigenschaften von Materie und Antimaterie. Dabei nutzt Klaus Blaum komplexe elektromagnetische Fallen, um einzelne Ionen zu speichern und exakt zu vermessen.
Zu seinen bedeutendsten Erfolgen zählen unter anderem die bislang genauesten Messungen des Verhältnisses von Masse und Ladung bei Protonen und Antiprotonen sowie wichtige Beiträge zur Bestimmung der Neutrinomasse. Seine Forschung hilft dabei, das sogenannte Standardmodell der Teilchenphysik zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Beim Empfang im Rathaus stand neben dem persönlichen Austausch auch die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die Gesellschaft im Mittelpunkt. Die Bürgermeisterin würdigte die herausragenden Leistungen von Herrn Blaum und betonte, wie wichtig der Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ist. Klaus Blaum erhielt schon zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, unter anderem 2012 den Hemholtz-Preis der Physikalischen-Technischen Bundesanstalt, 2020 den Lise-Meintner-Preis und im Jahr 2025 die Stern-Gerlach-Medallie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Der Besuch von Herrn Blaum zeigt: Hinter großer Forschung stehen immer auch Menschen, die etwas bewegen wollen und das Wissenschaft uns alle angeht.





